Alles hat seinen Platz...

"Всему своё место."

Unser Platz ist eigentlich im schönen Deutschland, der Frühling naht, die Vögel fangen schon vielerorts  an zu zwitschern... Allerdings können wir uns eine solche Reise, mit Übernahme der Kosten, nicht entgehen lassen. Wann bekommt man schon einmal so eine Chance!? Also haben wir uns dazu entschlossen unseren Platz für die Zeit vom 20. April 2016 bis zum 25. April 2016 kurzfristig nach Russland zu verlegen.

Die Anfrage der Stadt Kassel kam vor einigen Wochen. Das Sportamt Kassel lud uns ein, Teil einer Veranstaltung bei den Deutschen Tagen in Jaroslawl zu sein. Ohne zu überlegen nahmen wir dieses Angebot selbstverständlich gerne an. Wir sind sehr stolz darauf, die Stadt Kassel in Russland präsentieren zu dürfen. Eine große Ehre für uns, dass die Sportakrobaten für diese Reise auserwählt wurden. Wir werden uns von unserer besten Seite zeigen und alle Eindrücke die wir erhaschen können aufsaugen wie ein Schwamm das Wasser.

Die Aufregung wird immer größer. Die Pässe sind beantragt, um das Visum und die Unterbringung im Hotel sowie den Flug kümmert sich die Stadt für uns. Das wird so eine tolle Reise in das dann immer noch kalte Russland. Wir gehen hier von einer Tagestemperatur von ca. 5 bis 10 Grad aus. 

Zwischen der Stadt Jaroslawl und der Stadt Kassel besteht schon seit vielen Jahren eine Städtepartnerschaft. 1988 wurde diese Partnerschaft offiziell begründet. Ein paar Infos zur Partnerschaft und zur Stadt Jaroslawl findet Ihr in unserer App.

Der grobe Ablaufplan beinhaltet eine Eröffnungsfeier sowie eine Abschiedsfeier in Form eines Sportfestes. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Russen es gut verstehen, Feste zu feiern und etwas Großartiges auf die Beine stellen. Wir sind alle richtig gespannt.

Damit auch Ihr "Daheimgebliebenen" einen Teil von unserer Reise miterleben könnt mache auch ich mich mit auf den Weg. Ich werde über die Veranstaltungen berichten, über unsere Ausflüge, über unseren Flug... (einige von uns leiden unter minimaler Flugangst bzw. fliegen zum ersten Mal). Es wird eine aufregende Reise mit sicherlich auch einigen lustigen und aufregenden Geschichten. Wenn ich da nur an die WM in Paris denke, da hatten wir eine Menge Spaß und coole Erlebnisse.

 

Ein wenig habe ich Google schon befragt... Es gibt in Russland viel zu bestaunen. Zum Beispiel große prunkvolle Gebäude. Einen kleinen Kulturschock wird es sicher geben. Die Denk- und Verhaltensweise in Russland ist einfach nicht die der Deutschen. Jedes Land hat seine Eigenheiten.

Olga hat für ihre China-Reise ein paar hilfreiche Tipps bekommen, dann sollen diese für uns nicht ausbleiben:

  • Den Reisepass mitnehmen! Egal wohin man geht. Sonst könnte es in einer Polizeikontrolle unangenehm werden.
  • Teure Gegenstände sicher verwahren! Taschendiebe gibt es überall.
  • Aufgepasst beim Geldwechsel: In Russland werden einem auch gerne mal "Blüten" untergejubelt.
  • Gefährliche Stadtviertel meiden! In jeder Stadt gibt es Gegenden, die man als Tourist meiden sollte, das gilt für Russland ebenso wie für alle anderen Städte auf der Welt.
  • Vorsicht beim Leitungswasser! Russisches Leitungswasser ist kein Trinkwasser.
  • Einkaufen im Supermarkt! Viele Supermärkte haben in Russland länger geöffnet als in Deutschland. Vor allem in den kleineren Filialen ist dafür das Angebot eher beschränkt. Einige Produkte wie Milch, Käse und Schinken sind vom Geschmack her kaum mit denen in Mitteleuropa zu vergleichen.
  • Russische Spezialitäten probieren! Da gibt es einige, die man unbedingt probieren sollte - das wird mir persönlich schwer fallen -
  • Vorsicht im Straßenverkehr! Vor allem als Fußgänger
  • In der Marschrutka durch die Stadt! Das geht schnell und einfach.

Eines ist klar, wir werden das vielfältige und manchmal widersprüchliche Land mit seinen Bewohner kennen lernen und verstehen lernen. Die Reise ermöglicht uns die kulturellen Besonderheiten sowie Denk- und Verhaltensweisen der Menschen in Russland aufzunehmen. Kulturelle Stolpersteine räumen wir locker aus dem Weg. Die Orientierung im fremden Reisealltag wird schwer, aber nicht unmöglich.

Übrigens, die Stadt Jaroslawl gehört zum Goldenen Ring Russlands. Sie ist über 1.000 Jahre alt und die Altstadt ernannte Unesco zum Weltkulturerbe (seit 2005).

"Als Goldenen Ring bezeichnet man altrussische Städte nordöstlich von Moskau. Der Goldene Ring zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und beliebtesten Reisezielen Russlands. Entstanden zwischen dem 11. und 17. Jahrhundert sind die Siedlungen des heutigen Goldenen Rings zum Teil älter als Moskau und waren Schauplätze bedeutender Ereignisse in der Geschichte Russlands. Als Zeichen des Reichtums wurden hier unzählige Kirchen und Klöster gebaut. Auch heute noch glänzen die stolzen Zwiebeltürme der Städte entlang des Goldenen Rings fast so wie früher, und jede Stadt erzählt uns eine eigene Geschichte."

Die Christi-Verklärungs-Kathedrale (Kloster) - ältester Sakralbau von Jaroslawl -  werden wir uns leider nur von außen ansehen können, Öffnungszeiten zur Besichtigung sind vom 02. Mai bis 30. September. Auch viele andere Kirchen und Kathedralen bleiben an Regentagen geschlossen, um die wertvollen Fresken vor Feuchtigkeit zu bewahren, hoffen wir also auf gutes Sonnenwetter.

Ich freue mich auf eine aufregende Reise mit Euch. Wir hören uns spätestens am 20. April, wenn ich live vom Flughafen berichte...

Gerade sind neue Informationen reingekommen: Der Abflug findet vom Flughafen Frankfurt statt. Natürlich müssen wir uns auch hier um den Transfer nicht kümmern. Das macht alles unsere tolle Stadt Kassel.

Vielleicht wissen es noch die "Älteren" unter uns. Hans Eichel, ehemaliger Bürgermeister von Kassel sowie ehemaliger hessischer Finanzminister hat vor vielen Jahren die Städtepartnerschaft zwischen Kassel und Jaroslawl zustande gebracht. Ihn treffen wir vor Ort in Jaroslawl. Ein Promi ist uns also schon einmal sicher :)

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Jetzt haben wir auch endlich unsere Flugzeiten. Da hat es uns sehr angenehm getroffen:

Abflug Deutschland am 20.04.2016, 14 Uhr - Ankunft 18 Uhr!
Abflug Russland am 25. April, 15:30 Uhr - Ankunft 18 Uhr!

Was mich wundert, warum dauert der Hinflug länger als der Rückflug??? Komisch! Wer mag, kann ja mal gen Himmel winken...

P.S. Damit Ihr immer wisst, welche Informationen neu sind, werde ich alles neu geschriebene mit drei *** unterteilen :)

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Morgen geht es los... Wer nicht aufgeregt ist ist selber schuld! Gestern Abend noch ein großer Schock für mich. Der Tag verlief eigentlich ganz entspannt. Wir hatten die Gastgeschenke für Bürgermeister etc. besorgt und waren mit der Beute auch ganz zufrieden. (Kassel Mousepad, Kassel Tasse, Kassel Lineal, Kassel Ortsschild, Kassel Schokolade mit Herkules, Kassler Küsschen (Schokolade) Kassel Schlüsselbänder, Kassel Bonbons, Kassel Tasche...)

Ich bin mal ehrlich, ich hatte mir das so gedacht, dass das für mich und Dani, also die Begleitpersonen eine richtig angenehme, chillige Reise wird. Diese Annahme von mir wurde gestern Abend, als ich mein Email-Programm öffnete, mal ganz schnell verworfen. Ich erhielt eine Informations-Email von Svetlana aus Russland... Ich überflog die Email ein wenig, die Fragen die ich vor ein paar Tagen gestellt hatte, hatte ich mir aufgrund von Zeitmangel selbst beantworten müssen, sah die Email also als nicht mehr so wichtig an.

"Liebe Sandra, ich schreibe jetzt aus meinem Haus - so viel Arbeit haben wir mit der Organisation der deutschen Tage in Jaroslawl... Zu Deinen Fragen... 1. Geschenke... 2. Reden, die Sie im Namen der Stadt Kassel als Delegationsleitung halten werden..."

Geschenke hab ich schon, also alles nicht so wichtig!

...Moment mal, Reden, was für Reden???!!!

"Ich bitte Sie die erste Rede mir morgen per Email zu versenden..."

... Die erste Rede? Nach einer eins folgt auch immer eine zwei! Jetzt war ich auf einmal extrem beunruhigt. Wir fliegen morgen, ich soll jetzt auf die schnelle einige Reden vorbereiten. Ich, die nie in den Vordergrund tritt, nie auf Fotos erscheint?! Überhaupt nicht vor Menschenmengen reden kann?! Jetzt fand ich die Gastgeschenke auf einmal auch nicht mehr so passend! Kennt Ihr das? Ihr seid extrem überzeugt von dem was ihr tut oder eingekauft habt und auf einmal eine Sekunde später findet ihr alles blöd und unpassend? So ging es mir dann!

"In Ihrem persönlichen Programm steht eine Teilnahme in der Veranstaltung OFFENE DISKUSSION mit Jugendlichen - es wird vorgesehen, dass Sie einfach über die Sportpositionen in Deutschland erzählen, sowie die Kassler Sportclubs mündlich vorstellen. Alles wird auf Russisch übersetzt."

Jetzt war mir aber mal richtig schlecht!

Ruhe bewahren, das kriege ich schon alles hin. Fakt ist aber, mit Ausruhen und chillen wird das wohl nix. Wenn man wirklich kreativ ist, hat man keine Scheu seine Ideen in simple, verständliche Worte zu kleiden:

Mein kurzes aber schönes Grußwort:

Grußwort der  Stadt Kassel vertreten durch Sandra Guthardt, SVH Kassel Abt. Sportakrobatik zu den Deutschen Tagen in Jaroslawl – Russland

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Bürgermeister Wjatscheslaw Gawrilow,
sehr geehrte Gäste,

zunächst einmal darf ich mich im Namen aller aus Kassel angereisten Sportler, Trainer und Begleitpersonen für die Einladung hier nach Jaroslawl bedanken. Es ist uns eine große Ehre, hier zu sein. Wir sind gerne gekommen und sehen diesen Besuch keineswegs nur als sportliche Pflichtübung.  Sport verbindet, über alle Grenzen hinaus.

Des Weiteren bedanke ich mich außerordentlich ein Grußwort halten zu dürfen. Angesichts der Vielzahl der heutigen Reden werde ich mich kurz halten. Es kommt auch nicht darauf an, wie viel man sagt, sondern was man sagt.

Als Vertretung der Stadt Kassel überbringe ich selbstverständlich die besten Grüße von unserem Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der Beauftragten für Städtepartnerschaften sowie der Stadt Kassel im Allgemeinen.

In diesem Sinne wünsche ich uns schöne ereignisreiche Tage in Jaroslawl und freue mich auf die Zusammenarbeit mit den russischen Sportlern sowie die kulturellen Erlebnisse in diesem aufregenden Land.

Passt, oder? Außerordentlich froh bin ich natürlich nicht, ein Grußwort zu halten, aber manchmal muss man eben ein klein wenig übertreiben.

Meinen Koffer hatte ich bis dato auch immer noch nicht gepackt. Eigentlich bin ich was sowas angeht immer schon Tage früher fertig. Dieses Mal ist aber irgendwie alles anders. Ich glaube weil ich insgeheim gehofft habe, dass die Pässe nicht mehr rechtzeitig vom Konsulat in Frankfurt zurückkommen. Ich muss zugeben, ich habe enorme Flugangst, darf ich aber vor den anderen nicht zeigen! Ich bin ja da um zu unterstützen und als Vorbild zu agieren. Ich sage Euch, das wird eine ganz ganz aufregende Reise, die ich sicher in meinem ganzen Leben nicht vergessen werde.

So sieht übrigens die Halle aus, in der wir unsere Vorführungen darbieten:

Die Fotos hat mir Svetlana übersandt...

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Guten Morgen, ich spreche jetzt, heute früh noch in der ICH-Form. Die Nacht verlief so einigermaßen. Außer mir und den Tieren war keiner zu Hause, leider. Alle Nachtschicht oder ausgeflogen. Ich bin, gut erzogen wie ich bin, früh um 21:00 Uhr ins Bett gegangen. Leider wachte ich gegen 00:30 Uhr wieder auf. Elsa (Labradorhündin) jaulte die ganze Zeit und lief hin und her. Piper (Siamkatze) stubbste mich ununterbrochen an. Sie haben wohl gemerkt, dass ich sie für ein paar Tage verlasse. Danach bin ich nicht mehr richtig eingeschlafen. Dumm gelaufen! Man muss dazu sagen, dass ich allein verreise kommt nicht oft vor, eigentlich nie. Ich bin immer zu Hause, es sei denn wir sind in den Ferien, dann sind aber immer alle mit dabei.

Um 08:15 Uhr treffen wir uns am Bahnhof Wilhelmshöhe am Brezelpoint. Dann geht das Abenteuer Russland los...

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TAG 1 "In Russland angekommen"

Wir sind gestern gut angekommen. Im Hotel gegen 00:15 Uhr. Es gab trotz der späten Stunde noch ein Abendessen. Gegen 00:30 Uhr sind wir auf die Zimmer. Das Einzelzimmer war der Horror weswegen unsere erste Amtshandlung war: Die Matratze aus dem Einzelzimmer in das Doppelzimmer zu tragen. Man muss eben, egal in welchem Land man ist, gucken, dass man sich wohlfühlt. Und wenn das bedeutet dass wir dann Tine Wittler spielen und um dekorieren, dann ist das so. Jetzt geht es gleich zum Frühstück und dann zur offiziellen Eröffnung einschließlich der gefürchteten Rede, die ich gestern im Flugzeug noch geschrieben habe. Bilder findet Ihr schon ganz viele in der App!

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Kurz zur Erklärung, wir, das sind Daniela und ich, befinden uns zum jetzigen Zeitpunkt in der Stadtverwaltung Jaroslawl. Da es im Hotel im WLAN keine gesicherte Internetverbindung gibt, kann ich die Homepage-Bearbeitungsseite nicht aktivieren. Den Part "In Russland angekommen" hat Mirco von zu Hause aus für mich eingefügt. Danke mein Schatz.

So, jetzt erst einmal den gestrigen Tag und den heutigen bis zum jetzigen Zeitpunkt Revue passiert:

Gestern ging es um 09 Uhr los. Der Zug fuhr ab Bahnhof Wilhelmshöhe. Wir erreichten pünktlich den Hauptbahnhof in Frankfurt. Von dort aus gab es einen direkten Anschluss mit der  S-Bahn Linie 8 zum Flughafen. Im Flughafen ging es quer durch die Hallen, rauf und runter...

Einchecken war unkompliziert, allerdings dauerte es gefühlte zwei Stunden. Trotz, dass wir zwei Stunden vor Abflug am Flughafen ankamen entstand keine Verschnaufpause. Es ging direkt mit dem Bus in den Flieger. Leider vergaßen wir unsere Sitzplätze zu reservieren. Nica und Katha saßen nebeneinander, Lisa und ich saßen nebeneinander. Dani war einsamer Streiter, hatte aber einen netten deutschen Sitznachbarn, mit dem sie sich wunderbar unterhalten hat. 

Der Flug verlief ohne Komplikationen, sonst säßen wir jetzt nicht hier und würden berichten!

Lisa hatte überhaupt keine Angst. Ich hatte mir ein wenig Sorgen gemacht, da sie unsere Kleinste ist und noch nie geflogen ist. Aber alles super. Es gab sogar Geschenke an Bord für sie. Auch für Katha war es der erste Flug, aber alle haben ihre Flugangst und auch ihre Position als Flugneuling toll gemeistert. 

Alles in allem kann man sagen, dass wir alle Stationen reibungslos durchlaufen haben. 

Wir mussten leider ab Moskau noch fast fünf Stunden mit einem kleinen Bus bis nach Jarosawl zurücklegen. Das fand ich am Ende des Tages am anstrengensten. Seltsam waren die ständig auftauchenden Elch-Schilder. Ich habe keines gesehen, Dani dafür um so mehr. Ich wusste nicht, dass es in Jaroslawl freilaufende Elche gibt.

Wie oben bereits erwähnt waren wir ca. um Mitternacht im Hotel. 

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TAG 2 "Eröffnung der Deutschen Tage"
 
Dieser Tag wird wohl mein heutiges Highlight und auch das der nächsten Tage sein. Der Empfang war sehr schön. Die Eröffnung fand in einem aus dem 18 Jahrhundert stammenden Gebäude statt. Unsere Kleidung war dementsprechend festlich. Es gab einige Darbietungen wie einen Walzer und einige Reden und kleine Filmchen. Mein Part war dann die Rede, die mich schon seit einigen Tagen beschäftigte. Die Rede habe ich eigentlich ziemlich schnell im Flieger verfasst. Es hat nicht mal eine halbe Stunde gedauert. Ich stelle Sie Euch in den nächsten Tagen mal hier online zur Verfügung. Herr Eichel war nicht anwesend, der kommt erst morgen!
 
Meine Rede war toll, ich bekam zuvor eine Scherpe überreicht und umgehängt. Alle Fotos der Zeremonie und der ganzen letzten Tage könnt Ihr in unserer App anschauen. 
Zurück zur Rede: Ich fand es lief gut. Ich war mit mir selber zufrieden. Gut war, dass ich einen Satz sagte, und in der Zeit, in der die Dolmetscherin ihre Übersetzung tätigte, ich mich schon auf den nächsten Satz konzentrieren konnte und somit auch ohne Ablesen reden konnte. Einziger Verbesserungsvorschlag: Ich muss mehr lächeln! Nicht so einfach, wenn man angespannt ist. 
 
Danach zeigte die Stadt Kassel mein vor ca. einem Jahr erstelltes Video über die Sportakrobaten des SVH. Das kam gut an und ich fand es auch sehr passend.  Während der Rede überreichten unsere Kleinsten, Lisa und Lotta - Lotta vom KSV Baunatal - unsere Gastgeschenke für den Bürgermeister. Auch hier gibt es Fotos in unserer App. Danach meinte ich dann eigentlich die Zeremonie ist zu Ende und wir schlendern zu Fuß nach Hause. Wieder falsch gedacht, man bekommt hier in Russland öfter mal so ein paar Stolpersteine in den Weg gelegt. Die sind zu meistern, aber echt anstrengend. 
 
Es fand ein TV-Interview statt. Aber ich glaube auch das habe ich gut meistern können. 
Hoch professionell, wie das hier alles von Statten läuft. 
Ja, und jetzt sitzen Dani und ich nach unserem Viergang-Menü in der Stadtverwaltung und klimpern auf einer russischen Tastatur, während sich unser Trio auf dem Weg zum Workshop und dem gemeinsamen Training mit den Jaroslawler Sportakrobaten macht. Uns wurde geflüstert, dass unter den Sportlern auch das russische Damenpaar aus der Nationalmannschaft ist, das vor einigen Wochen in China war. 
Wir machen uns jetzt auf den Weg zur Diskussionsrunde "Was macht Sport für die Entwicklung der Gastfreundlichkeit". Da sind wir aber mal gespannt. 
 
Gott sei Dank stellt uns die Stadt Jaroslawl den Computer zur Verfügung, so dass ich Euch doch wie gewohnt berichten kann. Samstag und Sonntag allerdings ist die Stadt geschlossen, dann werde ich die Berichte über Mirco online stellen lassen. Fotos kann ich hier jetzt leider nicht einfügen aber ich denke wenn Ihr Euch die App zur Hilfe holt findet Ihr die passenden Bilder. 
 
P.S. Zeit zum Korrekturlesen ist jetzt leider nicht mehr, also verzeiht mir einige Fehler. 
 
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TAG 3 "Training und Kirchenbesichtigung"
 
Es ist jetzt 16 Uhr und 25 Minuten Ortszeit! Ihr fragt Euch sicher warum ich die Uhrzeit ausschreibe und nicht mit einem Doppelpunkt. Das liegt daran, dass ich auf der russischen Tastatur keinen Doppelpunkt finde. Klammern ebenso nicht.
 
Am gestrigen Tag fand nach meiner Berichterstattung für Dani und mich eine Diskussion mit Jugendlichen und Studenten statt. Das war eigentlich ganz interessant. Wieder mussten wir nach vorne kommen und reden und erzählen. Für Russland ist Deutschland ein tolles Land. Wir werden hier behandelt wie die Könige.
 
Die Kinder absolvierten währenddessen ihr erstes Training. Auch mit dabei waren einige russische Nationalsportler. Z.B. das Trio, das vor ein paar Wochen in China den dritten Platz belegte. Insider-Info: Ein Untermann zog sich während der WM im Finale am Arm einen Sehnenriss zu. Trotzdem turnten sie ihre Übung bis zum Ende durch und wurden noch mit dem dritten Platz belohnt. Wahnsinn! Ich konnte durch die Erzählungen von Nica, Katha und Lisa doch einige Parallelen feststellen. Z.B. das tägliche Wiegen gibt es in Riesa auch. Etwas geknickt kam unser Trio nach den Trainingseindrücken nach Hause.  Russland ist, was Sportakrobatik angeht, einfach eine Nummer zu groß für uns. Sie mischen immer ganz vorne mit. In der Halle gibt es zwei große Sprungböden. Einer für die A-Klasse und einer für die N-Klasse. Es gibt Gummi-Longen, bei denen es nicht mehr nötig ist, dass ein Trainer an der Seite steht und am Seil zieht. Ein gestreckter Doppel wird von einem Nationaltrio mal ganz easy auf die Matte gelegt. 
 
Zu unserer Reise allgemein, es gibt einige Dinge, die anders aber trotzdem gut sind. Z.B. mein persönlicher Favorit, die Ampeln in Russland. Die Ampelmännchen laufen! Außerdem gibt es über dem Ampelmännchen eine Uhr, die die Sekunden anzeigt, wie lange die Ampel noch auf grün geschaltet ist. Und je näher die Sekunden dem Ende rücken desto schneller läuft auch das Ampelmännchen im Display. Witzig, oder?
Zum Frühstück gibt es Spagetti. Ungewohnt, aber lecker! Natürlich gibt es auch Brot Wurst und Ei, aber das haben wir ja zu Hause auch. Ich esse hier in Russland zum Frühstück Spagetti!
Es gibt zweimal am Tag, also mittags gegen 13 Uhr und am abends gegen 18 Uhr ein 4-Gänge-Menü. Das besteht meißtens aus Salat, dann Suppe, dann Hauptgang und dann Nachtisch. Gewöhnungsbedürftig beim Essen ist der Dill. In fast jedem Essen hier ist Dill. Man schmeckt ihn nicht immer raus, Gott sei Dank, ich mag keinen Dill, aber er ist immer mit dabei. Des Weiteren, wenn wir beim Thema Essen und Trinken bleiben. Für jeden Gast gibt es eine eigene Wasserflasche. Das finde ich praktisch, da man die Flasche nach dem Essen mit auf sein Zimmer nehmen kann und hygienischer ist es auch. 
Ansonsten zur Geschichte, ich weiß gar nicht ob ich das so schreiben kann, weil ich vielleicht die einzige bin, die das nicht wußte: Roter Platz! Ich dachte immer, dass die Bezeichnung "Roter Platz" etwas mit der Farbe Rot zu tun hat. Hat es aber nicht. Es bedeutet übersetzt schöner Platz! Hab ich nach vierzig Jahren dann endlich auch mal gelernt.  
Mir wurde heute übrigens mitgeteilt, dass die Ausstrahlung des TV Interviews bereits ausgestrahlt wurde. Ich hab es leider verpasst. Was genau ich da für Zeug gesagt habe weiß ich gar nicht mehr. Wahrscheinlich werde ich im Nachhinein denken "Um Gottes Willen, was für ein Gefasele!" Zu meiner Entschuldigung: Ich war unvorbereitet und wurde überrumpelt!
 
Zurück zum heutigen Tag, gegen 9 Uhr und 40 Minuten wurden wir in der Hotellobby abgeholt. Wir wurden zu einem Trampolinwettbewerb gefahren. Das war ganz interessant. Eine tolle Sporthalle haben sie hier in Russland. Der Wettbewerb ähnelte sehr einem Turnwettbewerb bei uns. Nach dem Wettkampf fand ein einstündiges Training mit den Jaroslawler Akrobaten statt. Eine Stunde lang wurde an dem noch einzustudierenden Auftritt gearbeitet. Danach das obligatorische vier Gänge-Menü und jetzt geht es zur Kirchenbesichtigung. Ich mit kurzem Abstecher in die Stadtverwaltung um Euch auf dem Laufenden zu halten.
 
Heute Abend gehen wir noch shoppen und morgen steht folgendes Programm an: 
 
  • 10 Uhr 20 Minuten -Treffpunkt Lobby
  • 10 Uhr bis 12 Uhr - Sportlicher Wettbewerb mit Jaroslawler Jugendlichen
  • 13 Uhr - Mittagessen
  • 14 Uhr bis 17 Uhr - Workshop mit Jaroslawler Akrobaten
  • 18 Uhr - Musikabend mit Orgelspiel in der christlich-evangelischen Gemeinde
  • 19 Uhr 30 Minuten - Abendessen
 
Ein großes Lob an dieser Stelle an die Stadtverwaltung, sowie alle Studenten. Wir sind hier sehr gut aufgehoben. Alle kümmern sich sehr sehr lieb um uns. Wir haben jederzeit einen Übersetzer in unserer Nähe und bei Fragen wird uns immer umgehend geholfen. Sie geben sich hier sehr viel Mühe uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. 
 
Ich habe jetzt noch ein paar Minuten, die werde ich nutzen, meine Schreibfehler von gestern zu korrigieren, ist ja schrecklich, wie viele Fehler ich gemacht habe. Einige Bilder vom Auftrittstraining sind bereits in der App.
P.S. Denkt dran, morgen ist Samstag. Samstag hat die Stadtverwaltung geschlossen. Also etwas Geduld mit der Berichterstattung. 
 
P.P.S. Ein bisschen Heimweh hab ich doch! Bisschen viel!
 
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Tag 4 "Focus Training"
 
Vom gestrigen Bericht fehlt noch dass wir die größte Kirche in Jaroslawl besichtigt haben.  Sie wurde einst zerstört und wieder neu aufgebaut. Eine der schönsten Kirchen hier. 
Ein paar Kircheninfos: Die Kirchen hier müssen immer mindestens fünf Zwiebeltürmchen haben. Jeden Tag findet um 17 Uhr der Gottesdienst statt, der auch täglich gut besucht ist. Es riecht extrem nach Weihrauch! In jeder Kirche singt ein Live-Chor. Ganz viel Gold und Verzierungen schmückt die Kirche! 
Am Abend waren wir dann im größten ansässigen Einkaufszentrum. Vier Etagen mit Kino und allen möglichen Läden. Darunter auch bekannte Marken wie H&M, Zara, Yves Rocher...
Ich hab Schuhe ergattert. Lisa einen flauschigen Schal, Nica ebenfalls einen Schal, natürlich auch flauschig. Zum Abendbrot gab es wie jeden Mittag und jeden Abend Salat, Kartoffeln und Fisch/Fleisch sowie heute Abend: Schokoladen Muffins. 
 
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Sports! Gegen 10:30 Uhr ging es in die örtliche Schule. In dieser Schule findet erweiterter Deutschunterricht statt. Unsere Sportler sowie Mädchen aus einigen Schulklassen veranstalteten sportliche Spiele. Das hat unseren Mädels richtig Spaß gemacht. 
Nach dem Mittagessen ging es dann zum Training. Das war der Oberhammer. Die russische Nationaltrainerin hat sich ganz viel Zeit für uns genommen und Hilfestellung gegeben sowie einen kleinen Trainingsplan aufgestellt. Eine Hammer Frau!
 
Zur Sportakrobatik-Abteilung in Jaroslawl: 
 
Ca. 340 Sportler trainieren hier mit 27 Trainern! Es ist die einzige Sportschule hier in der Gegend, in der Sportakrobatik betrieben wird. 50 Sportler davon trainieren im mittleren und oberen Bereich. Training findet 6 Mal pro Woche statt! Insgesamt unterhält die Sportschule ca. 925 Sportler und ca. 70 Trainer. Zum Vergleich, die SVH unterhält 14 Sportarten, hier in Jaroslawl sind es 79!Der älteste aktive Akrobat ist 23 Jahre alt. Der älteste aktive Trainer 80, aber noch topfit. Jetzt geht es zum Orgelspiel in die Kirche und heute Abend werden wir mal ein wenig chillen, denn morgen findet das große Sportfest statt! Bis dahin...
 
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Tag 5 "Der krönende Abschluss"
 
Zuerst einmal, wir sind gut in Deutschland angekommen! Unsere Reise dauerte vom Aufstehen bis zum Bahnhof Wilhelmshöhe ca. 17 Stunden! Es war ein ziemliches Gehetze vom Flughafen zu den einzelnen Stationen. Erst mussten wir den Terminal 2 erreichen (der leider eine Umleitung beinhaltete) dann die S-Bahn und dann den Zug. Aber, wir haben es geschafft! Zwar verschwitzt und in letzter Minute, aber geschafft! Wir sind doch Sportler und da macht uns das Laufen quer durch den Bahnhof gar nichts aus.
Gott sei Dank beginnt der Streik am Frankfurter Flughafen erst morgen!
Das erste, das uns in "Good old Germany" aufgefallen ist, ist dass innerhalb der fünf Tage, die wir in Russland verbracht haben, hier die Flora extrem zugelegt hat. Es ist sehr sehr grün hier. In Russland hängt noch nicht eine Knospe an Bäumen und Sträuchern. Alle mussten heute wieder die Schule besuchen und Daniela und ich mussten auch zur Arbeit. Meine erste Handlung heute Morgen war das Tanken. Da hätte ich mir gewünscht, ich wäre noch in Jaroslawl. Dort kostet der Sprit wesentlich weniger als hier in Deutschland. Trotz der täglichen zwei Vier-Gänge-Menüs habe ich nicht zugenommen. Schwein gehabt! 
 
Kommen wir jetzt zum krönenden Abschlusstag!
 
Zunächst einmal poste ich Euch hier den Link von dem TV Bericht im russischen Fernsehen (Katha ist ganz oft zu sehen)
 
 
Hier ein paar Bilder. Alle anderen, es sind eine Menge, findet Ihr in unserer App!
 
 
Von rechts: Hans Eichel, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Kassel und ehemaliger Finanzminister des Landes Hessen - Katha, Lisa, Nica, dahinter Dani - Botschafter der Deutschen Botschaft in Moskau - davor Sandra - daneben Herr Baumgartner vom HTV (Hessischer Turnverband) - Valentina Präsidentin des russisch-deutschen Freundschaftsvereins e.V. (Sie hat die Deutschen Tage in Jaroslawl organisiert und war bereits vor 25 Jahren bei der Unterzeichnung des Partnerstadtvertrages dabei)
 
 
 
Von rechts: Trainerin der Jaroslawler Sportakrobaten - Mit dem Buch in der Hand: Oxana (Trainerin der Jaroslawler Sportakrobaten und Schulleiterin der Sportschule Nr.: 8) - Svetlana (Büro für internationale Beziehungen der Stadtverwaltung Jaroslawl und Dolmetscherin)
 
Unser Trio und das National-Trio der Russischen Mannschaft
 

Jetzt zum Sportfest: Das war ein Knaller! Das Sportfest wurde eigens zu unseren Ehren organisiert und aufgeführt! Um 09:20 Uhr wurden wir in der Lobby von Svetlana abgeholt! Zur Sporthalle ging es zu Fuß, da sie  sich in Mitten der Innenstadt befindet. Um 10 Uhr fand dann noch einmal die Generalprobe statt. Um 11 Uhr ging es los. Unser Trio machte mit ihrer Kombiübung den Anfang und eröffnete das Sportfest. Die Veranstaltung dauerte ca. 1 1/2 bis 2 Stunden. Es wurden mehrere Auftritte aus verschiedenen Bereichen dargeboten. Darunter natürlich die Sportakrobaten mit Einzelauftritten und dem gemeinsam erarbeiteten Auftritt, Rock´n Roll, Tänzer, Cheerleader und und und. Mega schöne Kostüme. Ich muss sagen hier haben sich alle extrem viel Mühe gegeben. Immer mit dabei natürlich Dolmetscher für uns! Der Ablauf war erfrischend, da es immer eine Rede und danach eine Darbietung gab.  Ich werde ich den nächsten Tagen ein Video online stellen, in dem Ihr Ausschnitte aller Aufführungen sehen werdet. Meine Rede kam so ziemlich in der Mitte. Trotz des Abspeckens unserer Übung waren die Jaroslwaler Zuschauer und Ehrengäste sehr begeistert von unserem Trio. Der Grund für das Abspecken war, dass uns leider keine Matten auf dem Paketboden zur Verfügung standen. Aufgrund der Verletzungsgefahr haben wir ein paar Elemente aus der Übung rausgenommen und durch ungefährlichere ersetzt. Nach dem Sportfest ging es mit der deutschen Delegation und den Verantwortlichen aus Jaroslawl zum Mittagessen! Mit dabei waren neben unserem Trio, Dani und mir, Herr Hans Eichel, der deutsche Botschafter, Vertreter der Wirtschaft aus Wiesbaden, Dolmetscher, Vertreter des HTV und und und. Ich weiß gar nicht mehr die Namen und die Zugehörigkeit. Nach dem Mittagessen machten wir uns dann zusammen mit dem Jaroslawler Trio (es waren nur zwei davon dabei) auf in die Stadt, noch letzte Mitbringsel besorgen. Am Abend gegen 18 Uhr fand für die Delegationsleitung, d.h. Dani und mich ein Abendessen der Extraklasse statt. Unter den Gästen vom Mittag befand sich auch der stellvertretende Gouverneur der Stadt. Es gab wieder mehrere Gänge, tolle Antipasti, ein Kaminfeuer, einen tollen Ausblick, da das Restaurant direkt an der Wolga liegt. Anstrengende Gespräche, da Dani und ich ja nun einmal keine Bürgermeister sind oder ähnliche Positionen inne haben. Trotzdem haben wir den Abend sehr genossen. Gegen 21:30 Uhr endete der Abend, das kam uns beiden auch ganz recht, um 04:30 Uhr sollte unsere Nacht enden und die Rückreise beginnen.

Ein paar Informationen, die ich die letzten Tage noch nicht erwähnt habe: wenn ich das richtig verstanden habe besucht das Jaroslawler Trio nicht die Schule. Der Sport steht hier an erster Stelle. Es liegt an den Sportlern selbst, sich Schulstoff selbst zu erlernen. Das klappt aber anscheinend sehr gut. In Riesa z.B. findet auch Frühtraining statt, trotzdem müssen unsere natürlich in die Schule, was ich auch gut finde, schließlich gibt es in Deutschland die Schulpflicht.

Auf dem Foto weiter oben (mittleres Foto) könnt Ihr sehen, wie uns die Schulleiterin der Sportschule und außerdem Trainerin der Sportakrobaten ein Fotoalbum überreicht. Dort haben die Jaroslawler Sportakrobaten die Fotos des gemeinsamen Auftrittes beim Sportfest eingeheftet. Es sind noch einige Seiten frei und sie hoffen, dass diese vielleicht mit gemeinsamen Fotos in Deutschland vervollständig werden. Sie warten auf unsere Einladung!!!

Auf dem ersten Foto seht Ihr die wichtigsten Menschen am Tag des Sportfestes. Lustige Geschichte: Es wurden einige Fotos gemacht, jeder gab sein Handy ab um ein gemeinsames Foto zu ergattern. Leider war das Handy der Deutschen Botschaft mit einem Handycode geschützt. Hat der Herr (ich finde er hat Ähnlichkeit mit Jürgen Prochnow, Schauspieler) dann doch einfach mal seinen Handycode in der Halle kund gegeben. Ob er da mal nicht einen Fehler begangen hat. :)

Zum Abschluss noch eine persönliche Geschichte von Daniela und mir! Wir teilten uns in Russland ein Doppelzimmer. Die Betten waren durch einen kleinen Schreibtisch von einander getrennt. Dani sah zu meiner Seite hinter mein Bett und vermerkte, dass dort ein Geldstück liegt. Ich sah zu Dani´s Seite und vermerkte dass dort zwei Spielkarten liegen. Dazwischen Krümel und Staub! Wir hoben die Spielkarten auf, es waren zwei Joker. Eine bunte und eine schwarz-weiße Jokerkarte. Diese beiden Spielkarten ernannten wir kurzerhand zu unseren persönlichen Glücksbringern und Helfern in der Not. Wir haben ihn jeweils in unsere Portemonais gesteckt und beschlossen, sollte einer von uns mal Pech haben, traurig sein, oder einfach mal einen schlechten Tag haben, so sind wir ab sofort in der glücklichen Lage, unseren "JOKER" ziehen zu können.