TAG1 - Samstag

Olga ist uns anscheinend immer einen Schritt voraus, sie begibt sich heute nach China auch das Land der aufgehenden Sonne genannt. Warum? Weil China weit im Osten liegt und im Osten nunmal die Sonne aufgeht. Bei uns lässt der Frühling noch auf sich warten...

Der Tag begann noch ganz normal. Kein übermässig frühes Aufstehen, was ich persönlich immer sehr entspannend finde. Ich finde es gibt nix schlimmeres als müde den Tag zu beginnen.

Olga hat gut geschlafen. Man kann sie schon bewundern unsere taffe Olga. Eine weite Reise nach China, ein fremdes, weites Land, eine ganz aussergewöhnliche Kultur. Man kann vielleicht sogar von Kulturchoc reden... aber, unsere Olga ist extrem entspannt und unaufgeregt. Aber mal abwarten, die Reise ging ja jetzt auch erst einmal nach Frankfurt zum Flughafen - mal schauen wie sie den langen Flug und die neuen Eindrücke verträgt...Sie wird mir berichten.

Jetlag wird sie eher nicht haben, sie fliegt der Sonne entgegen, das ist eigentlich eher unproblematisch, zurück nach "good old Germany" wird das ganz anders aussehen aber bis es soweit ist gehen noch ein paar Tage ins Land. Oder doch anders herum? Ich weiss es nicht. Entweder einmal, zweimal oder keinmal, mal schauen...

"Als Jetlag wird eine nach Langstreckenflügen über mehrere Zeitzonen auftretende Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus bezeichnet."

Mama Elisabeth hat Olga zum Bahnhof begleitet, wahrscheinlich war sie aufgeregter als Olga selbst, unsere Omi :)

Ein bischen Schwund ist immer, Olga verbrachte die Zeit im Zug neben einer Schnarchnase. Genau genommen ist eine Schnarchnase jemand der immer etwas langsamer agiert als andere, viele benutzen den Begriff aber auch für Menschen die schnarchen, so auch Olga und da ich Olgas Ausdruck in ihrer Sprachnachricht so süss fand habe ich es auch so übernommen. Also: Olga verbrachte die Zugfahrt neben einem "Schnarcher"!

35 Minuten vor angegebener Zeit landete Olga am Flughafen. "Der frühe Vogel fängt den Wurm". 11:35 Uhr war automatischer Check Inn. Für Olga was ganz neues. Kurze Erklärung dazu:

"EasyPass-Verfahren:  ist wie der Name schon sagt: einfach. Der Reisende legt seinen elektronischen Pass (ePass) zur Prüfung auf ein Lesegerät am Eingang einer Schleuse, die Daten werden automatisch gecheckt. Liegen alle Nutzungsvoraussetzungen vor, öffnet sich der Schleuseneingang. Nach Betreten muss der Reisende in eine Kamera blicken. Sein Gesichtsbild wird mit dem im Chip gespeicherten Bild verglichen, gleichzeitig werden die aus dem Reisedokument gelesenen Daten für eine Fahndungsabfrage genutzt. Ist die Identitätsfeststellung erfolgreich und es liegen keine polizeilich relevanten Erkenntnisse vor, öffnet sich der Ausgang der Schleuse und die Grenzkontrolle ist beendet."

Aktuell gibt es 37 Anlagen auf den Flughäfen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München.

Na da sind wir aber alle froh, dass Olga nicht zur Fahndung ausgeschrieben war und ist. Eine 12 stündige Flugreise liegt jetzt vor ihr. Vorher noch schön im Duty Free eingedeckt. OLGA, DENK AN DIE FREIMENGEN!!! Ich hab auch schon ein paar bildliche Eindrücke von Olga erhalten wie Ihr sehen könnt.

Konfuzius sagt : "Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt."

TAG 1/2/3 - durch die Zeitverschiebung etwas undurchsichtig

Olga ist wohlbehalten in Putian angekommen. Die Zeit im Flugzeug, wie toll, hat sie sich mit "Sex and the City" Folgen vertrieben. Gut, dass wir eine Kampfrichterin haben und keinen Kampfrichter, ob der diese Seriensuswahl schön gefunden hätte ist fraglich. Ich hab schon ganz tolle Bilder erhalten...man wird schon neidisch. China ist so weit weg und so anders. Von sich selbst hat Olgitsch heute noch kein Foto geschickt, sicher sieht sie verschlafen aus und ist nicht richtig frisch nach dem langen Flug. Es sei ihr verziehen.

Da laufen tatsächlich Leute im Schlafanzug rum. Das würde es hier niemals geben. Verrückt die Chinesen :). Wobei das wieder zum Thema Schnarchnase passt, vielleicht war der Herr im Zug schon ein chinesischer Vorbote?!

Jetzt geht es für Olga erst einmal zur Sitzung. Es ist wichtig, ganz zu Anfang alles wesentliche zu erfahren. Im super schönen Hotelzimmer wird sie sich später häuslich einrichten... Was für eine Reise.

Konfuzius sagt: "Der Weg ist das Ziel!" Die Reise ging nach Putian, jetzt beginnt Deine Arbeit dort! P.S. Wir haben ungefähr 7 Std. Zeitunterschied. D.h. Heute morgen deutsche Zeit 6 Uhr war in Putian ca. 13 Uhr. So in etwa. Schickt Olga alle ein bischen Kraft, sie ist extrem müde. Fehlen ihr ja fast 12 Std. und gefühlt sogar noch mehr...

Ich habe das jetzt mal recherchiert. Mit dem Fliegen und dem Jetlag ist das so: Die Flugrichtung spielt für die Entstehung von Jetlag eine wichtige Rolle. Flüge nach Westen sind für den Körper besser verrträglich als in die entgegengesetzte Richtung. Das liegt daran, dass die innere Uhr nicht genau im 24 Stunden Takt sondern in etwas längeren Taktphasen läuft. Flüge nach Westen, bei denen sich der Tag verlängert kommen der inneren Uhr also eher entgegen als Flüge gen Osten, bei denen der Tag kürzer wird. So ein Mist!! Als ich gestern Kontakt zu Olga hatte tat sie mir schon sehr leid. Extrem müde und dadurch auch sehr kältempfindlich war sie. Jetzt hab ich mal Google gefragt, was man da machen kann:

  • Gehen sie eine Stunde früher schlafen und stehen sie dementsprechend auch eine Stunde früher auf! (Damit bereits einige Tage vor der Reise beginnen) - Na das kommt jetzt bischen spät.
  • Halten sie sich tagsüber viel im Freien auf - Na das klappt ja dann wohl auch nicht so richtig wenn man in der Halle bewerten muss.
  • Wenn sie zu einer ungewöhnlichen Zeit Hunger verspüren, essen sie nur eine kleine Portion. Essen sie zu den üblichen Zeiten des Ziellandes - Ok, das könnte klappen.

Bischen Kopfsache ist Jetlag auch, also nicht ständig daran denken, wie spät es jetzt zu Hause ist. Je mehr Zeitzonen überflogen werden desto schlimmer fällt der Jetlag aus. Für jede überflogene Zeitzone benötigt man eine Anpassundsdauer von einem halben bis einem Tag.

Konfuzius sagt: "Hat dein Haus auch tausend Zimmer, zum Schlafen brauchst du nur eins."

Der Flug kam Olga wie eine Ewigkeit vor, schon nach einigen Stunden schmerzte der Hintern. Wie sagt Olga immer so schön "FURCHTBAR". Olgas Jetlag rührt auch daher, dass sie im Flugzeug überhaupt gar nicht geschlafen hat, zumindest die komplette erste Strecke bis zum Etappenziel. Es gab eine Zwischenlandung, ich glaube in HongKong. Dort haben Olga und Steffi ihr Geld getauscht. Das Essen im Flieger war sehr schmackhaft. Man hatte Auswahlmöglichkeiten zwischen Chinesischer und Europäischer Küche. Welche Variante hat Olga gewählt? Die sichere Seite, europäische Küche! Natürlich vergisst man IMMER etwas zu Hause oder rechtzeitig zu besorgen. Olgas erste Anekdote lies auch nicht lange auf sich warten. Wir werden in den nächsten Tagen noch mehr Schilderungen von kuriosen, ungewöhnlichen oder komischen Begebenheiten hören:

Anekdote 1: Steckdosenadapter

Olga und Steffi tauschten ihr komplettes Geld bei der Zwischenlandung in Hongkong in sogenannte Hongkong Dollar. Ab zum nächsten Geschäft einen Adapter kaufen! Leider viel auf, dass Hongkong Dollar auch nur hier bei der Zwischenlandung benötigt werden. In Putian werden Chinesische Ran benötigt. Also Olga und Steffi wieder zurück zur Wechselstube und ihre erst vor kurzem erworbenen Hongkong Dollar wieder umgetauscht in Chinesische Ran. Hin und Her und hin und her...

Danach ging es wieder in den Flieger, die restlichen Flugmeilen zurücklegen. Der Rest der Strecke wurde ca. 1 1/2 Stunden mit dem Bus zurückgelegt, in dem Olga endlich ein wenig Schlaf fand.

Anekdote 2: Was nicht passt wird passend gemacht

Als Olga und Steffi im Hotel ankamen und das Zimmer betraten gab es einen kleinen Dämpfer, das Zimmer war noch nicht bezugsfertig. Also, Hotelrezeption angerufen und dann kamen auch schon gleich ein paar fleißige Chinesen und saugten was das Zeug hält.

Anekdote 3: Ohne Wasser geht es nicht - mit ist aber auch blöd

Gegen 15 Uhr trafen sich ein paar Deutsche um für die Nächte und für zwischendurch etwas Wasser zum Trinken zu kaufen. Sie suchten das Aldi von China auf. Olga beschreibt den Eintritt in das Chinesische Aldi so:  "ACH DU SCHEISSE". Einen Fleischkontrolleur wie hier in Deutschland scheint es in China nicht zu geben. Das hätte ich ihr aber auch vorher sagen können. Jobs als Lebensmittelkontrolleur in China sind nicht zu vergeben. Anscheinend waren Olga und ihre Begleitung so sehr von der Lebensmittellagerung des chinesischen Aldi abgelenkt, dass sie den Anschluss zu den anderen verloren. Sie machten sich also nach ihrem Wasserkauf, der ansich kein Problem darstellte, auf eigene Faust auf und irrten in Putian umher, dabei schüttete es so extrem, dass Olgas Schuhe komplett wässrig waren und sie sie im Anschluss trocken fönen musste. Stellt sich nun die Frage: Möchte man Wasser überall haben? Nein!

TAG 3 - Montag

Das  Training der Deutschen Delegation findet heute Vormittag statt (Chinesische Zeit). Olga wird mit dem Bus gegen 11 Uhr abgeholt und wird es sich ansehen. Gegen 14 Uhr findet das Judge-Meeting statt. Im Anschluss an das Judge-Meeting gibt es eine Informationsveranstaltung, bei der das Programm der nächsten Tage bekannt gegeben wird. Olga sagte mir auf ihrer Sprachnachricht dass auf der Veranstaltung das Programm der nächsten vier Jahre bekannt gegeben wird. Häh? Vielleicht doch noch bischen schläfrig unsere Olga. Ich hab aus den vier Jahren jetzt mal vier Tage gemacht. Mehr wird dann heute für Olga nicht stattfinden. Der Tag wird mit einem Abendessen enden. Hier schon einmal ein Vorgeschmack auf das Innere der Halle, sieht bildlich betrachtet sehr sauber und ordentlich aus. Gut zu erkennen auch die gelben Trennwände zwischen den Kampfrichtern, die ich weiter unten erwähne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Olgas Stimme hört sich schrecklich an, aber sie sieht schon wieder ganz passabel aus. Vom heutigen Tag wird Olga mir morgen früh berichten.  Wir haben hier also auch einen Tag Zeitverschiebung, aber keine Angst, Jetlag werden wir nicht haben.

Konfuzius sagt: "Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen."

Womit ich natürlich nicht sagen will, dass Olga eine Schildkröte ist. Es soll eher bedeuten, dass wir uns ein wenig gedulden müssen, bis unsere Olga berichtet. 

Zur Zeit finden ja noch keine Wettkämpfe statt und da es sich hier um ein Kampfrichter-Tagebuch handelt wird es auch nicht so viele Bilder der Wettkämpfe geben. Olga kann ja nicht während der Wertung Bilder machen. Aber ich finde es auch mal ganz erfrischend, eine andere Seite der Medaille zu sehen, wie man so schön sagt. Also eine WM mehr von Außen betrachtet. Internas darf Olga selbstverständlich nicht preis geben, deshalb bleibt es bei ihren ganz persönlichen Eindrücken.
Was mich besonders freut, auf dem Bild hat Olga einen kuscheligen Cardigan an, den ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe und da, wie Olga berichtet, es richtig kalt in der Halle ist, ist sie froh, ihn dabei zu haben. Ich hoffe das mit der Temperatur in der Halle regelt sich noch. Besonders angenehm scheint es nicht zu sein.

P.S. Auf den Bildern ist Olga meisst mit einer Freundin zu sehen. Sie begleitet Olga und ist ebenfalls Kampfrichterin. Stefanie Caro Ortiz.

Ich wünsche an dieser Stelle unserer Nationalmannschaft viel Erfolg. Durch Lucias Wechsel nach Riesa sind uns die meissten persönlich gut bekannt, mit einigen lebt Lucia nun schon seit Januar zusammen im Internat. Deshalb  ist der persönliche Bezug zur Nationalmannschaft noch stärker. Ein Gruß geht auch an Igor und Nina, sie werden hier in Deutschland vermisst.

Kurzes Update: Die Halle ist sehr groß. (Olga hat sich schon einmal verlaufen...) Die einzelnen Kampfrichter sind durch Trennwände voneinander getrennt. Man sitzt also sozusagen in einer Art Box. Das ist zum Bewerten und für die Konzentration sehr gut. Man wird nicht von der Seite abgelenkt und hat eine gute Sicht ohne störende Nebenfaktoren rechts und links. Abgucken geht allerdings nicht :( - Fehlt nur noch dass die grüne Platte vorne umklappt und die Kampfrichter wie die Rennpferde beim Signal los rennen :)

Die Matte ansich ist nicht die schönste. Ein Podest wäre an dieser Stelle schön gewesen. Schöner sind, wie ich finde, auch die hellen Matten wie bei der WM in Paris. Aber man kann ja nicht immer alles haben. Hauptsache die WM-Teilnehmer können gut drauf turnen.

In eigener Sache: Ich hab überhaupt keine Ahnung mehr wenn Olga mir berichtet, welcher Tag bei ihr ist. Komme total durcheinander mit der Zeitverschiebung. Sie schickt mir z.B. heute morgen um vier Uhr deutsche Zeit dass am Vormittag Training der Deutschen ist. Ich schreibe also so, dass das Training noch stattfindet weil ich habe ja gerade erst die Augen geöffnet. Beim weiteren überlegen kommt mir aber in den Sinn, dass es in China ja bereits 11 Uhr ist, also dort schon das Training am Laufen bzw. schon wieder Vergangenheit ist. Was ein Durcheinander. Naja, vergebt mir, hauptsache wir wissen, was dort in China überhaupt getrieben wird. Seid nicht so streng mit mir, wenn es um "das Präsens, das Perfekt, das Imperfekt, das Plusquamperfekt, das Futur1 oder das Futur2" geht.

Ich bin mir aber jetzt um elf Uhr deutsche Zeit ziemlich sicher, dass ich heute von Tag 3 der Reise, also Montag (China: Montag, 18 Uhr) berichte. Versteht Ihr was ich hier gerade fasele? - Ich auch nicht so wirklich... Ich bin ja eigentlich nicht blöd aber manchmal stehe auch ich auf dem Schlauch.

Ich habe jetzt denke ich den richtigen Rythmus gefunden. Gestern fand ja wie erwähnt das Judge-Meeting statt. Dazu kann ich folgendes berichten: Die Kampfrichter wurden auf das Werten eingestimmt und es wurden alle möglichen Dinge erklärt.
Strenge Vorgaben gibt es dort, wobei ich sie korrekt finde. Schließlich ist es eine Weltmeisterschaft und die Wertung entscheidet über Sieg oder Niederlage.

ES HERRSCHT ABSOLUTES HANDYVERBOT! Keine Fotos, kein Checken der Nachrichten, nichts! Das Handy muss im Hotel verbleiben. Auch wenn es nur in der Tasche steckt... VERBOTEN! Wer erwischt wird, der fliegt. Und, jetzt kommt es, er ist für die nächsten zwei Jahre suspendiert/gesperrt. Hart aber fair. Freunde und Verwandte und auch ich können bis zum Abend warten. Ist ja eh Zeitverschiebung.

Eine Regel trifft nicht so ganz meine Zustimmung: Die Kampfrichter dürfen nicht mit den Sportlern reden. Wenn also Olga in der Halle steht, sitzt oder was auch immer tut und ein deutscher Nationalsportler kommt vorbei darf sie kein Wort mit ihm reden. Nicht mal ein Hallo! Das finde ich dann doch etwas übertrieben. Aber, wer weiß wofür es gut ist. Wir akzeptieren die Bedingungen wie sie sind.

Gestern hat sich Olga noch die Zeit genommen und beim Training der Nationen zugesehen. Sehr interessant. Es gibt selbstverständlich von vorn herein immer Favoriten bzw. Nationen, von denen man Höchstleistung erwartet.  

Das Essen berichtet mir Olga jeden Tag ist wider Erwarten super lecker. Sehr eiweißhaltig, so dass man nicht das übliche Völlegefühl verspürt wenn die Augen mal wieder größer waren als der Magen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sogar "Live Cooking" gibt es. Olga hat sich - gestern, also an Tag 3  somit heute, weil ich ja von heute, Tag 3 berichte (??!!?!?) - sogar an einen Koch getraut und sich eine Suppe nach ihren Gelüsten zusammenstellen lassen. Ja Olga, dann wird das mit dem Abnehmen wohl doch nix. Hast Du eine Waage dabei? Ich will nicht, dass Du Dich zu Hause ärgerst...

TAG 4 - Dienstag

Jetzt, um 08:54 Uhr deutsche Zeit ist es in China 15:54 Uhr, d.h. ich kann schon einmal in Kurzform vorweg erzählen, was Olga und Co. bis jetzt getrieben haben:

08:20 Uhr chinesische Zeit ging es zum Frühstück (auch immer sehr lecker und reichhaltig). Danach ging es zum Shaolin-Tempel. Ein paar Bilder kann ich Euch bereits zeigen... Nach dem Tempelbesuch gehen die Sportler zum Training, Olga und Steffi gehen shoppen - wenn man das in Putian kann. Wenn ich mir die Chinesen so ansehe denke ich dass modetechnisch nicht so die große Auswahl herrscht. Ich vermute es gibt eher Märkte mit Lebensmitteln, Gewürzen und allem möglichen Gedöns.

Auf dem Bild links ist die buddhistische Statue im Süd Shaolin Tempel zu sehen.
Auf dem Bild rechts: OLGA

Shaolin Tempel:

Wie viele asiatische Tempel ist dieser Ort sehr friedlich. Shaolin - chinesisch 少 林 - ist der Name eines buddhistischen Mönchsordens in China und steht auch für seine Mitglieder. Wahnsinnig prunkvoll diese Tempel. Wusstet Ihr, dass es sogar in Deutschland einen Shaolin Tempel gibt? Es gibt einen, der offiziell als Vertreter des chinesischen Muttertempels gegründet wurde, den Shaolin-Tempel in Berlin. Shaolin Mönche sind berühmt für ihren Kampfkunststil. Ich hätte jetzt gesagt auf dem Bild links ist ein indischer Buddha. Sehen sich ziemlich ähnlich, Buddha und Shaolin. Auf jeden Fall haben sie beide eine Glatze.

Ich möchte an dieser Stelle, da die Zeit es gerade zulässt und morgen die Qualifikationen beginnen, einen ganz großen Dank an Olga richten, dass sie sich die Zeit nimmt mir und damit auch Euch zu berichten. Noch hat sie freie Tage, das ändert sich aber spätestens morgen wenn die Age Group 11-16 an der Reihe ist. Dann werden aufgrund des Handyverbotes die Berichterstattungen sperrlicher ausfallen, Ausflüge werden dann rar bzw. entfallen gänzlich.
Olga selbst liest die Berichte im Hotel auch und freut sich über jeden, der ihre Erfahrungen, ihre Eindrücke und ihre Abenteuer hier liest und damit mit ihr teilt.

Am Sonntag konnte ich kurz mit Kim, Anna-Lena und Diana sprechen. Kim und Anna-Lena (Junioren) folgen der Nationalmannschaft am Mittwoch, Diana und Emily (Senioren) am Samstag. Aufregung habe ich bei Ihnen noch nicht erkennen können. Unfassbar, wie ruhig sie sind. 

Olga wünsche ich heute noch einen ereignisreichen Tag und guten Hunger heute Abend.

WM-INFO:
Mittwoch geht es los mit der Qualifikation der Age Group 11-16 (Jugend). Die Age Groups 12-18 und 13-19 (Junioren) machen sich am gleichen Mittwoch auf den Weg nach Putian. Deren Qualifikation beginnt am Sonntag, den 27.03.2016. Zu guterletzt folgen die Senioren. Abflug Samstag, den 26.03.2016 und die Qualifikation beginnt am Freitag, den 01.04.2016.

Den genauen Zeiten für Deutschland findet Ihr hier: ZEITPLAN

TAG 5 - Mittwoch

Heute ist für die Jugendmannschaft der erste große Tag. Hier in Deutschland ist es jetzt 07:45 Uhr, in China aktuelle Ortszeit: 14:45 Uhr. Zwar in China bereits begonnen aber ich halte mich mal an die Römer:

Lasset die Spiele beginnen und möge der Bessere gewinnen...

Während die Einen schon ihre Übung gezeigt haben (Nils und Erik sowie Daniel und Sneschana) sitzen die anderen im Zug und machen sich auf den weiten Weg nach Putian. Lucia erzählte mir gestern, dass einige Internatskollegen die Nacht durchmachen wollten aufgrund der Zeitverschiebung. Auf dem Bild rechts zu sehen, Annalena Kunz, Kim Weickert sowie Franz Krämer, alles Internatskollegen von Lucia. Natürlich haben auch schon einige andere Sportler der Nationalmannschaft ihre Übung zum Besten gegeben, ich mache hier nur am Rande kurze Erwähnungen von Sportlern, die ich persönlich kenne. Alles wichtige zu den Ergebnissen da es leider für die Age Group keinen Livestream gibt, könnt Ihr bei akrobastisch.de nachlesen.

Nils, ebenfalls ein Internatskollege von Lucia, kurz vor der WM noch erkrankt, durfte heute beim Einlauf die Fahne tragen. (Bild links, der Untermann)

Und ich wäre nicht ich, hätte ich Euch nicht ein paar Bilder der Eröffnungsfeier besorgt. Ein liebes Danke Schön geht dazu an den Sportakrobatikclub Hoyerswerda!

Wie Ihr auf den Bildern unschwer erkennen könnt, Olga in der zweiten Reihe von unten, ganz links. Ich gehe also hier davon aus, dass sie nicht auf der Reservebank gelandet ist. Sie wird heute mit Argusaugen unaufhörlich und unermüdlich beobachten. Sie wird keinen Sportler aus den Augen lassen und sie wird alles sehen, glaubt mir. The Eye of the Tiger Olga!
Bei der Eröffnungsfeier scheinen sich die Chinesen sehr viel Mühe gegeben zu haben. Man redet ja bei der Age Group immer ein wenig von der "Nicht offiziellen WM", was meines Erachtens völliger Quatsch ist. WM ist WM ob nun jünger oder älter.

Olga ist gestern zeitig ins Bett gegangen. Nach dem Besuch des Tempels, der ihr ein wenig Nerven gekostet hat, da die Auffahrt zum Tempel (Shaolin-Tempel liegen immer in den Bergen) ziemlich kurvenreich war. Ausserdem ziemlich kalt da oben. Shoppen war nicht mehr, nur eine Flasche Sekt haben sie noch besorgt (1 1/2 Std. hat das gedauert, Sekt ist wohl nicht das übliche Getränk in China...). Sie hat sich noch einmal die Wertungszettel und das Regelwerk angesehen und verinnerlicht. Bei dem Meeting, das um 08:00 Uhr stattfand, wurde den einzelnen Kampfrichtern mitgeteilt, was sie werten, wo sie werten... Das erzählt mir Olga aber sicherlich heute Abend noch alles im einzelnen konkret.

Olgas Tagesablauf:

  • 06:00 Uhr Aufstehen
  • 06:30 Uhr Frühstück
  • 07:30 Abfahrt zur WM-Halle
  • 08:00 Uhr Meeting

Olga steht heute also ganz im Zeichen der Arbeit, obwohl Konfuzius sagt: "Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten"

Liebe Olga, ein paar Dinge sind es, die Du ab heute benötigen wirst und auf die Du achten solltest:

  • Beim Sehen achte auf Klarheit
  • Beim Hören achte auf Deutlichkeit
  • In Deiner Miene achte auf Freundlichkeit
  • Im Benehmen achte auf Höflichkeit
  • Im Reden achte auf Ehrlichkeit
  • Im Handeln achte auf Gewissenhaftigkeit.

 

 

Euch und mir bleibt jetzt nur noch abzuwarten, wann und was Olga heute Abend bzw. morgen früh berichtet. Drückt unserer Nationalmannschaft die Daumen. Manche werden scheitern, manche über sich hinauswachsen. Konfuzius sagt: "Unser größter Triumph liegt nicht im Scheitern, sondern im Aufstieg nach jedem Rückschlag."  und "Der Blick auf die kleinen Vorteile macht große Leistungen möglich."

In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab und die hat Igor sammt seinem Team allen gegeben. Wichtig ist, dass jeder immer alles versuchen muss und sein Bestes geben muss.

VIEL GLÜCK DER DEUTSCHEN NATIONALMANNSCHAFT! UND MAXIMALE ERFOLGE!

Schöner Bericht des MDR Sachsen "Schmerz und Schweiß für den Erfolg"

21:00 Uhr chinesische Zeit ist Olga von ihrem anstrengenden Tag ins Hotel zurückgekehrt. Wer wo sitzt als Kampfrichter und welche Aufgaben hat wurde heute morgen beim Meeting ausgelost. So wird es auch am morgigen Donnerstag von statten gehen. 

Im ersten Durchgang war unsere "Eye of the Tiger Olga" Technik-Kampfrichterin im Trio-Kampfgericht. 30 Trios galt es zu bewerten. Es lief ganz gut. Ein paar Mal hat sich Olga ein wenig verhaspelt, aber alles in allem gut durchgekommen.
Das ist hier eine Weltmeisterschaft, kein Ligawettkampf, keine Hessische Meisterschaft und auch keine Deutsche Meisterschaft. Überall bei den genannten Meisterschaften und Wettkämpfen hat Olga schon dutzend Male bewertet. Weltmeisterschaft ist ettliche Stufen höher und auch eine große Herausforderung und Verantwortung.

Beim zweiten Durchgang war "Eye of the Tiger Olga" Zeitrichter und durfte neben dem CJP (Vorsitzender des Kampfgerichtes) sitzen.

- Alle CJPs besitzen das Recht, für ihr Wissen und ihre Kompetenz geachtet zu werden. Er hat sich zu jeder Zeit ethisch korrekt zu verhalten, zu handeln und die entsprechenden Regelungen zu befolgen. Alle müssen seinen Anweisungen folgen. Der CJP leitet und überwacht das Werten eines Kampfgerichtes während des Wettkampfes. Jeder CJP muss darauf vorbereitet sein, Entscheidungen in allen Disziplinen treffen zu können. -

Danach hatte sie freie Zeit und konnte dem Rest der WM als Zuschauer zusehen. Sie klagt immer noch über die Kälte in der Halle. Das ist echt blöd. Kalte Füsse sind lästig, besonders die eigenen. Ich soll es eigentlich nicht sagen aber anscheinend ist es so kalt in der Halle, weil die Heizung noch in Planung war/ist. Anderes Land, andere Sitten!

Da Ostern bevorsteht und ich mich morgen auf dem Weg nach Riesa befinde folgt für den morgigen Tag erst am Abend, nach Rücksprache mit Olga, eine Berichterstattung. Ich denke morgen gibt es auch nicht so viel zu berichten außer welchen Platz und welche Wertungsposition Olga gezogen hat. Wir sind mal wieder gespannt.

Ich hab soeben noch ein paar tolle Bilder von den "Freunde der Sportakrobatik e.V." bekommen. Sehr schöne farbenfrohe Bilder. Das muss in natura ganz toll ausgesehen haben.

Zur Eröffnungsfeier: Nicht nur äußerst farbenfroh auf den Bildern, kunterbunt und leuchtend bestand sie aus 5 Teilen und teilweise sprangen 80 Mädchen auf der Matte herum. Es wurden chinesische Popsänger engagiert und sogar eine Opernsängerin war dabei um die Akrobaten herzlich willkommen zu heißen. Das war schon großes Kino, das Putian da geboten hat.
Immer wenn die Kampfrichter ihren Posten aufgrund der Pause verlassen haben, standen Cheerleader mit ihren Pompons bereit um die Kampfrichter mit einem "HAIIIII" zu begrüssen. Die Cheerleader waren übrigens auch Pausenfüller, damit es den Zuschauern nicht langweilig wird. Coole Sache!

TAG 6 - Donnerstag

Das Leben hält in der einen Hand einen goldenen Ring des Glücks und in der anderen die Dornenkrone des Leids. Aber wer will schon Dornen?! Wir wollen heute stärker sein als gestern.
Auch am heutigen Donnerstag wünschen wir der Age Group zur Qualifikation und beim Finale alles erdenklich Gute und viel Glück! 

Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab, die man hat. Wir senden heute ganz viele gute Gedanken an Olga und die Deutsche Nationalmannschaft. Schauen wir mal, was Olga heute Abend zu berichten hat...

Noch hat sich Olga nicht gemeldet. Leider ist auch schon wieder alles vorbei. So schnell vergeht die Zeit. Vorbereitungen dauern Wochen und Monate für den einen Augenblick, der die Welt bedeutet. Unsere Deutschen der Age Group haben alles gegeben, mit unseren Risaer Akrobaten sind hier in Riesa alle sehr zufrieden. Zumindest sehen das die paar so, die noch hier sind. Lucia ist mit zwei anderen Formationen allein im Training - Micha und Tim sowie Diana und Emily! Die Riesaer Senioren trainieren heute noch fleißig im sonnigen Deutschland.

Während sich Deutschland auf die Osterfeiertage vorbereitet und alle Kassen der Supermärkte gerammelt voll sind weil alle mal wieder meinen am Samstag gibt es nichts mehr, machen sich die Senioren am Samstag auf den Weg nach China. Ob es im Flugzeug Fisch gibt, weil Fleisch ist ja ab Karfreitag "verboten"?! Vielleicht gibt es ein Schokoladenei?! 

Olga ist ab heute arbeitslos. Sie kann ihre Zeit bis zum Abflug am 30. März jetzt noch genießen. Kein Zeitdruck, kein frühes Aufstehen, kein frühes Zubettgehen mehr. Trotzdem wird "Eye of the Tiger" Olga den Junioren ganz genau auf die Beine, Füße und alles andere sehen. Wir wünschen Olga noch ein paar schöne Tage in China und hoffen dass das Wetter im Land der aufgehenden Sonne bald seinem Namen alle Ehre macht. Ein schönes Abschlussfoto habe ich noch von Olga, das folgt zur späteren Stunde...

Soeben erhielt ich Olgas Fazit ihrer zweiten internationalen Aufstellung als Kampfrichter. Dazu werde ich morgen abschließend ausführlich berichten und erläutern. Ich mache mich jetzt mit meiner Familie auf den Weg nach Hause. Drei Stunden Autofahrt liegen vor uns. Bis morgen und allen schon einmal Frohe Ostern! 

Hier jetzt erst einmal das versprochene Bild:

Sehr schönes Abschlussbild vor den Maskottchen der chinesischen WM


Zunächst einmal Entschudigung, dass ihr, wie ungewohnt - weil eigentlich nicht meine Art - auf mich und meine Berichterstattung warten musstet. Es war mir aber wichtig, nicht vom Handy aus in der Turnhalle zwischen Tür und Angel und auch nicht spät abends mit nur einem wachen Auge vom PC aus  zu berichten. Das Ende einer Geschichte und das Ende eines Buches ist genauso wichtig wie Anfang- und Mittelteil, wenn nicht sogar der wichtigste Teil, weil er am meissten in Erinnerung bleibt. Das ist wie bei der WM. Man trainiert Wochen und Monate, macht sich auf die Reise in ein fernes Land, absolviert das Podiumstraining und zeigt seine Darbietung, was aber am Ende bleibt ist der erreichte Platz in der Nationenwertung. Den kann dir niemand nehmen und der bleibt in Erinnerung...

Ein neues Buch wird sich sicher in der nächsten Zeit öffnen, da fällt mir auch gleich die Russland-Reise ein, die am 20. April 2016 beginnt und das allerbeste an dieser neuen Geschichte und diesem neuen Tagebuch: ICH BIN LIVE MIT DABEI!

Geschenk für Dich, liebe Olga: Ich schenke und überreiche Dir hiermit Dein ganz persönliches China-Kampfrichter-Tagebuch, Du kannst es, sollte Dein Erinnerungsvermögen mal einen kleinen Durchhänger haben, jederzeit zur Hand nehmen und Dich an die schöne aber auch anstrengende Zeit in China zurückerinnern.

Und jetzt noch einmal der Donnerstag, also Tag 6 mit Olgas Eindrücken und Aufgaben als Kampfrichter, denn als Kampfrichter Tagebuch hat diese Geschichte begonnen und so wird sie auch enden:

Die Losung für den zweiten Wettkampftag ergab bei Olga: Wertung Mixpaare Technik. Die Reihenfolge bei den Mixpaaren kann Olga nicht so richtig teilen, sie selbst hätte manche Sportler anderswo gesehen. Es ging am Ende bei den Finals sehr sehr eng zu. Die Differenz zum ersten Platz war ganz ganz knapp. 

Im Finale verhält es sich so, dass nur die Kampfrichter werten dürfen, von denen keine Sportler im Finale turnen. Gott sei Dank, stell sich einer vor, Deutschland wäre nicht im Finale gelandet, grausame Vorstellung. Sorry Olga, aber da bin ich dann doch froh, dass Du keinen "richtigen" Kampfrichter-Job im Finale ergattert hast.

Damit Olga im Finale etwas zu tun hat sprach sie sich für den Posten des Linienrichters aus. Dabei sein ist alles! Ein sehr interessanter Job, du bist ganz nah an den Sportlern und siehst jede Kleinigkeit, wie Fußspitze und und und. 

Das Zeitgefühl am Donnerstag hat Olga dann spätestens zu Beginn der Finals komplett verloren. Es ist dunkel und kalt in der Halle gewesen, man konnte nicht mehr erahnen, scheint draußen noch die Sonne oder ist der Mond bereits aufgegangen.

Schwupp die Wupp war dann das Finale auch schon vorbei!

Fazit: Es waren zwei aufregende und anstrengede Tage als Kampfrichter, es war nicht immer leicht, seine gewohnte Linie zu fahren. Man darf sich nicht den anderen anpassen, denn dann kommt man ruck zuck in einen Strudel und schwimmt nur noch vor sich hin und verliert seine Linie. Zwischenzeitlich war es sehr schwer für Olga ihre Linie zu halten. Schlaf hat Olga in den Nächten zwischen den Wertungen nicht viel gefunden, dementsprechend anstrengend und nervenzährend waren die "Kampftage". Vielleicht haben viele mehr von den Kampfrichtern erwartet. - Jetzt ist es nicht mehr zu ändern - Eines ist aber sicher, alle haben ihr bestes gegeben und ganz sicher sehr gewissenhaft ihre Aufgaben erledigt. Es gab Tage an denen Olga auf die Wettkampftafel schaute und sehr überrascht war, so ist es aber, es gibt immer Jemanden, der es anders sieht wie man sebst!

Es ist eine Erfahrung, die sich Olga nicht mehr nehmen lässt! Sie durfte ein Teil der WM in China sein! Olga sagt Danke! P.S. Ich habe heute morgen deutsche Zeit länger mit Olga telefoniert. Ihre Stimme klingt viel entspannter als vor den Wettkampftagen der AgeGroup!

Eine schöne Anekdote zum Abschluss hab ich dann noch:

Anekdote 4: Drum prüfe mit wem und mit wievielen Du fährst

Roller fahren in China. Ein Abenteuer, das es in Deutschland und wahrscheinlich in Europa so nicht geben wird. Ein Mofa - Drei Personen - Keine Helme - Keine Gurte
Sagt eigentlich schon alles aus, oder?

Der Fahrer ganz vorne, fast auf dem Lenker sitzend, dahinter Steffi, wahrscheinlich die beste und komfortabelste Position und ganz hinten auf dem Gepäckträger unsere Olga! Intensives Beintraining inklusive.

Der ganze Spass kostete umgerechnet drei Euro! Gott sei Dank ist alles gut gegangen, denn einfach mal in den Gegenverkehr hineinfahren, völlig normal in China.

***

Ich danke Euch für Eure Augen, die Olga und mich regelmäßig begleitet haben. Wir hören uns wie oben erwähnt ganz sicher wieder, spätestens wenn Ihr Lust habt, ab dem 20. April 2016 - P.S. das Russland-Tagebuch hat übrigens schon begonnen mit Vorinformationen - Der restlichen Nationalmannschaft wünsche ich alles erdenklich Gute und die maximalsten Erfolge. Meine persönlichen Favoriten natürlich Tim und Michail! Diana wünsche ich viel Kraft, sie hat schon wieder eine Erkältung und hing gestern im Training ganz schön durch.

Es ist an der Zeit, das niedergeschriebene und gelesene Buch zu schließen. Die Kapitel bleiben wie sie sind. Die Zeit kann nicht zurückgedreht werden. Schönes und auch anstrengendes bleibt in Erinnerung. Was einst geschrieben ist bleibt für immer.

Sandra sagt: " Was ich Euch sage oder zeige, das vergesst ganz schnell, was ich Euch schreibe, daran erinnert Euch!"

 

E N D E